Ambulanter Pflegedienst

Ambulanter Pflegedienst: Breites Spektrum an Hilfeleistungen

Ambulante Pflegedienste machen es möglich, dass ältere Menschen auch bei wachsendem Hilfebedarf weiter in ihrem vertrauten Zuhause leben können. Diese Dienste bieten ein breites Spektrum an Hilfeleistungen, das dem Bedarf individuell angepasst werden kann. Körperpflege und Hilfe im Haushalt sind ebenso möglich wie Begleitung bei Spaziergängen und häusliche Krankenpflege. Die Leistung eines ambulanten Pflegedienstes wird normalerweise über die Pflegesachleistungen finanziert. Für bestimmte Tätigkeiten kann auch der monatliche Entlastungsbetrag verwendet werden.

Diese Leistungen bietet ein ambulanter Pflegedienst:
Körperbezogene Pflege: An- und Ausziehen, Waschen, Hilfe beim Toilettengang
Hilfe bei der Haushaltsführung: Putzen, Einkaufen, Wäsche waschen, Kochen
Soziale Betreuung und Unterstützung, vom Spaziergang bis zum Schriftverkehr
Medizinische Versorgung: Medikamentengabe, Spritzen, häusliche Krankenpflege
Beratung von Angehörigen zum Thema
Einige spezialisierte Dienste bieten auch Intensivpflege und Palliativpflege an.

Wichtig: kompetentes Personal

Um das breite Spektrum des Bedarfs abzudecken, beschäftigen Pflegedienste sowohl examinierte Fachkräfte als auch Hilfskräfte. Bestimmte Leistungen wie beispielsweise die medizinische Versorgung dürfen nur von examinierten Fachkräften durchgeführt werden. Es gibt inzwischen eine eigene Ausbildung zur Pflegefachkraft. Häufig arbeiten in Pflegediensten aber auch Menschen mit einer Ausbildung in der Kranken- oder Altenpflege.

Finanzierung über die Pflegekasse

Pflege kostet Geld – aber dafür gibt es die Pflegeversicherung. Sie zahlt jeden Monat Pflegesachleistungen, abhängig vom Pflegegrad. So erhält jemand mit Pflegegrad 2 724 Euro im Monat. Jemand mit Pflegegrad 5, also mit einem weitaus höheren Bedarf, kann mit 2095 Euro rechnen. Bereits ab Pflegegrad 1 gibt es außerdem einen monatlichen Entlastungsbetrag von bis zu 125 Euro. Dieser kann beispielsweise für Hilfe im Haushalt eingesetzt werden.

Jeder Pflegebedürftige hat individuelle Bedürfnisse

Der Hilfebedarf im Alter kann sehr unterschiedlich aussehen. Bei manchen wird einfach nur die Beweglichkeit immer schlechter, andere kämpfen mit ihrem Gedächtnis oder mit lebensbedrohlichen Krankheiten. Ambulante Pflegedienste müssen sich auf dieses breite Spektrum einstellen können.

Für die pflegebedürftige Person kann es wiederum schwierig sein, sich nach einem langen selbstständigen Leben damit abzufinden, dass man nun Hilfe benötigt. Pflege ist keine Dienstleistung wie jede andere: Plötzlich muss man sich von fremden Leuten berühren lassen, ist abhängig von ihnen. Im besten Fall entwickelt sich ein Vertrauensverhältnis zwischen den Versorgenden und den Versorgten.

Was macht einen guten Pflegedienst aus?

Wie gut sich die pflegebedürftige Person aufgehoben und versorgt fühlt, hängt zum einen von persönlichen Faktoren ab – ob die „Chemie stimmt“, ist schlecht vorherzusagen. Es hängt jedoch auch davon ab, ob der Pflegedienst wirklich gut geführt wird. Einige Kriterien zur Beurteilung von Pflegediensten vorab:

Wie transparent ist der Dienst in seiner Organisation und Preisgestaltung?
Gibt es ein Pflegekonzept und was beinhaltet dieses?
Wie gut ist der Pflegedienst erreichbar?
Wie erreichbar und flexibel ist der Pflegedienst im Notfall?
Gibt es ausreichend examinierte Fachkräfte?

Es ist immer von Vorteil, wenn man bei der Beurteilung auch ab die Erfahrungen von persönlichen Bekannten zurückgreifen kann.