Pflegegrad 3

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Pflegegrad 3: breite Unterstützung bei starken Beeinträchtigungen

Sind gesetzlich und privat Versicherte pflegebedürftig, so haben sie Anspruch auf einen von fünf Pflegegraden. Jenen, die in ihrer Selbstständigkeit stark eingeschränkt sind, wird mitunter der Pflegegrad 3 zugesprochen. Mit dieser Stufe lassen sich zahlreiche Pflege- und Betreuungsleistungen abrufen. Die Beeinträchtigungen müssen aller Voraussicht nach für mehr als sechs Monate fortbestehen.

Pflegegrad 3: Antragstellung und Beurteilung

Einen speziellen Antrag auf Pflegegrad 3 gibt es nicht. Die jeweilige Stufe wird im Rahmen einer Überprüfung ermittelt. Bei gesetzlich Versicherten erfolgt die Feststellung durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen (MD¹), bei privat Versicherten ist eine ähnliche Instanz mit dem Namen MEDICPROOF zuständig.

Um einen Pflegegrad zu erhalten, muss im ersten Schritt der Antrag gestellt werden. Das geht entweder bei der Pflegekasse oder bei der Krankenversicherung. Beide Stellen stehen im engen Kontakt. Formlose Anschreiben gelangen automatisch zum passenden Ansprechpartner, oft reicht auch eine telefonische Mitteilung aus.

Ein Gutachter besucht den Pflegebedürftigen zu Hause, wobei es sich um einen weiblichen oder männlichen Mitarbeiter handeln kann. Dieser macht sich anhand kleiner Tests sowie durch gezielte Fragen ein Bild, inwieweit die Selbstständigkeit des Antragstellers eingeschränkt ist. Defizite in Sachen Motorik, Koordination und körperlicher Leistungsfähigkeit kommen schnell ans Licht.

Die Bewertung erfolgt auf Basis eines Modul- und Punktesystems. Liegt das Ergebnis zwischen 47,5 und 70 Punkten, so sind die Voraussetzungen für den Pflegegrad 3 gegeben. Es besteht in diesem Fall Anspruch auf zahlreiche Pflegeleistungen und Betreuungsangebote. Eine medizinische Untersuchung ist nicht erforderlich.

Die Feststellung erfolgt meist im gewohnten Umfeld. In Ausnahmefällen sind auch Bewertungen im Eilverfahren möglich. Antragsteller bekommen nach Aktenlage eventuell einen vorläufigen Pflegegrad zugesprochen. Das geschieht etwa dann, wenn sich der Pflegebedürftige vorübergehend im Krankenhaus befindet. Nach der Entlassung findet jedoch eine persönliche Beurteilung statt.

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Pflegebedarf erfassen

Der Feststellungstermin ist wichtig, daher ist es sinnvoll, sich gut darauf vorzubereiten. Von der Pflegestufe hängt ab, welche und wie viele Leistungen dem Antragssteller zustehen. Im Klartext bedeutet das: Je geringer die Stufe, umso schmaler fällt die finanzielle Unterstützung aus.

Pflegebedürftige und deren Angehörige sind gut beraten, den Pflegeaufwand in einem Tagebuch festzuhalten. Vom Wechseln der Stützstrümpfe bis hin zur Hilfestellung beim Waschen sollten alle relevanten Aufgaben und die damit einhergehenden Zeiten erfasst werden. Das Protokoll fließt zwar nicht in die Bewertung ein, dem Gutachter fällt es jedoch leichter, sich ein besseres Bild über die Pflegesituation zu machen.

Pflegegeld: finanzielle Unterstützung ab Pflegegrad 2

Pflegebedürftigen ist es gestattet, selbst zu entscheiden, wie und von wem sie Hilfe erhalten. Um in finanzieller Hinsicht die Mehrkosten im Haushalt auszugleichen, gibt es von der Pflegeversicherung einen monatlichen Betrag in Höhe von 545 Euro – das sogenannte Pflegegeld. Die Leistungen lassen sich beispielsweise dafür einsetzen, um die tatkräftige Unterstützung von Angehörigen, Freunden und anderen ehrenamtlich tätigen Personen zu honorieren. Pflegegeld hat die Aufgabe, die häusliche Pflege durch nahestehende Menschen sicherstellen. Pflegebedürftige können über die Zahlungen frei verfügen, Belege müssen sie nicht einreichen. In der Regel werden die Beträge an die Pflegepersonen als Anerkennung weitergegeben.

Viele weitere Leistungen zum Pflegegeld

Das Pflegegeld lässt sich auch mit Pflegesachleistungen kombinieren. Dabei handelt es sich um monatlich eintreffende Leistungen in Höhe von 1.298 Euro, die dazu dienen, um etwa den ambulanten Pflegedienst in Anspruch zu nehmen. Pflegebedürftige erhalten kein Bargeld, denn die Kosten rechnen Pflegedienste direkt mit der Pflegekasse ab.

Entlastungsleistungen in Höhe von 125 Euro pro Monat stehen allen Pflegebedürftigen zu – unabhängig des Pflegegrads. Sie sind laut Bundesministerium für Gesundheit² dafür gedacht, qualitätsgesicherte Leistungen zur Entlastung pflegender Angehöriger und Nahestehender sicherzustellen. Außerdem sollen sie die Selbstständigkeit und die Selbstbestimmtheit bei der Alltagsgestaltung fördern.

Entlastungsbeträge lassen sich ebenso für einen ambulanten Pflegedienst ausgeben. Eine Ausnahmeregelung besteht jedoch dann, wenn die Leistungen für die körperbezogene Selbstversorgung eingesetzt werden sollen – das ist nicht zulässig. Die Unterstützung beim morgendlichen Waschen entfällt also. Kurzfristig einspringende Pflegekräfte oder seniorengerechte Veranstaltungen können ebenfalls bezahlt werden. Wer Entlastungsleistungen in Anspruch nimmt, der muss darauf achten, nur Anbieter auszuwählen, die von der Pflegekasse anerkannt sind.

Außerdem stehen allen pflegebedürftigen Menschen Pflegehilfsmittel zu. Das schließt Dinge ein, die im Rahmen der häuslichen Pflege unentbehrlich sind. Dazu zählen beispielsweise Bettschutzauflagen, Desinfektionsmittel, Einweghandschuhe oder Mundschütze. Die Hilfsmittel lassen sich durch einen monatlichen Betrag von 60 Euro bezahlen. Einzige Voraussetzung ist, dass sie im Pflegehilfsmittelverzeichnis der Pflegeversicherung gelistet sind.

Die Leistungen haben sich aufgrund der Corona-Pandemie um 20 Euro erhöht. Da kranke und ältere Menschen einen umfassenden Schutz vor dem Virus brauchen, hat der Gesetzgeber schon vor der Impfkampagne reagiert. Entspannt sich die Situation, so ist mit einer Angleichung der Beträge zu rechnen.

Selbst für Wohnraumanpassungen stehen Leistungen bereit. Das freut besonders gehbehinderte Menschen, die etwa auf einen Rollstuhl oder auf den Rollator angewiesen sind. Mitunter ist es erforderlich, ein barrierefreies Bad im Zuhause einzubauen, da die Körperhygiene einen hohen Stellenwert einnimmt. Die Pflegekasse bezuschusst notwendige Sanierungsmaßnahmen mit bis zu 4.000 Euro pro Jahr. Die Leistungen zielen darauf ab, das gesamte Wohnumfeld so zu gestalten, dass es den Anforderungen entspricht. Leben mehrere pflegebedürftige Personen in einem Haushalt, können sich die Zuschüsse auf bis zu 12.000 Euro erhöhen.

Für Pflegebedürftige sind mitunter Hausnotrufgeräte sinnvoll. Im Prinzip besteht ein Anspruch darauf, wenn einer der Pflegegrade vorliegt. In den meisten Fällen springt die Pflegekasse als Kostenträger ein. Diese zahlt unter bestimmten Voraussetzungen Pauschalbeträge aus. Das ist möglich, wenn der Pflegebedürftige oft allein ist und in einer Notsituation mit dem handelsüblichen Telefon keine Hilfe holen kann. Die Bereitstellung von Hausnotrufsystemen erfolgt durch Vertragspartner der Pflege- und Krankenversicherungen.

Pflegegrad

3

MDK Gutachten:

47,5 - < 70 Punkte

Wer?

Personen mit schweren Beeinträchtigungen

Einmalige Leistungen

Monatliche Leistungen

Jährliche Leistungen

FAQ

WIR HABEN IHRE ANTWORTEN

Die Selbstständigkeit ist stark beeinträchtigt. Bei der Feststellung muss die Punktzahl zwischen 47,5 und 70 liegen.
Zum Teil ja. Bei der Pflege durch Angehörige gehen die Beträge auch auf das Konto, andere Leistungen rechnet die Pflegekasse hingegen mit den jeweiligen Anbietern ab.
Bis zu 1.298 Euro pro Monat. Die Leistungen sind zur Vergütung von ambulanten Pflegediensten gedacht.

Ja, diese gibt es bei der voll- und teilstationären Unterbringung. Zahlreiche Leistungen werden jedoch direkt mit der jeweiligen Pflegeeinrichtung abgerechnet.