Pflegegrad 4

Bestellen Sie gleich Ihre kostenlose Pflegebox

Im Wert von 60€

Pflegegrad 4: Umfassende Leistungen ohne Wenn und Aber

Pflegegrad 4 stellt die zweithöchste der fünf möglichen Stufen dar. Wird sie Betroffenen zugesprochen, so leiden diese unter schweren Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit. Um die häusliche Pflege sicherzustellen, hält die Pflegekasse umfangreiche Leistungen bereit.

Pflegegrad 4: Auf den Feststellungstermin kommt es an

Der Pflegegrad bestimmt, welche Leistungsansprüche Versicherte haben. Je höher dieser ausfällt, umso größer sind die Einschränkungen im Alltag – dafür steigen die finanziellen Vorteile. Um einen Pflegegrad zu erhalten, müssen Versicherte einen Antrag bei der Kranken- oder Pflegekasse einreichen. Beide Stellen stehen im engen Kontakt, sodass es keine Rolle spielt, welchen Weg Angehörige und Pflegebedürftige wählen. Einen speziellen Antrag auf Pflegestufe 4 gibt es nicht, diese wird im Rahmen einer Feststellung ermittelt.

Wurde der Antrag eingereicht, erfolgt der Besuch eines Gutachters. Bei gesetzlich Versicherten wird dieser vom medizinischen Dienst der Krankenkassen geschickt, bei privat Versicherten ist eine vergleichbare Instanz mit dem Namen MEDICPROOF zuständig. Der Sachverständige macht sich im Rahmen von kleinen Tests und gezielten Fragen ein genaues Bild, wie es um die Selbstständigkeit im Alltag bestellt ist. Die Einstufung erfolgt anhand eines Modul- und Punktesystems. Je unselbstständiger ein Antragsteller ist, desto mehr Punkte kommen zusammen. Liegt das Ergebnis zwischen 70 und 90, so ist die Voraussetzung für den Pflegegrad 4 gegeben.

Von der Pflegestufe hängt ab, welche und wie viele Leistungen dem Antragssteller zustehen. Der Feststellungstermin ist daher notwendig, denn nur so lassen sich die Pflegebedürftigkeit und die damit verbundenen Ansprüche bestimmen. Vom Gutachten ist abhängig, wie viel Geld Pflegebedürftigen letztendlich zur Verfügung steht. Es empfiehlt sich, den Pflegebedarf im Vorfeld zu dokumentieren. Dazu reicht ein einfaches Protokoll aus. Dieses sollte festhalten, welche Aufgaben täglich verrichtet wurden und wie viel Zeit sie in Anspruch nahmen. Das Pflegetagebuch erleichtert es dem Gutachter, sich ein Bild über die Situation zu machen. Sollte es beim zugesprochenen Pflegegrad zu Unstimmigkeiten kommen, so helfen die Angaben, um Widerspruch einzulegen.

Unsere Pflegebox 11

Flächendesinfektion: 500 ML, FFP2-Mundschutz: 10 Stück, Händedesinfektion: 500 ML, Einweg-Bettschutz: 25 Stück

Jetzt mit FFP2 Masken und Mund-Nasen-Schutz bestellbar.

Erhöhte
Pauschale
von

60€

Pflegegrad 4: Geld und Leistungen

Bei Menschen mit Pflegegrad 4 ist die Selbstständigkeit sehr stark beeinträchtigt, sie sind auf Unterstützung im Alltag angewiesen. Das ist mit Mehrkosten verbunden, die die Leistungen der Pflegeversicherung weitgehend abdecken.

Die tragende Säule stellt das weithin bekannte Pflegegeld dar. Es beläuft sich bei Personen mit Pflegegrad 4 auf 728 Euro im Monat. Pflegebedürftige haben im Rahmen der häuslichen Pflege absolute Entscheidungsfreiheit, wofür und für wen sie die Leistungen ausgeben. Sie können über das Geld frei verfügen. In der Regel ist es jedoch so, dass die Beträge an Angehörige und ehrenamtlich tätige Pflegepersonen als Anerkennung weitergegeben werden. Hohes Engagement verdient auch eine finanzielle Würdigung. Die Zuschüsse sind ebenfalls dafür gedacht, Mehrkosten im Haushalt auszugleichen.

Hinzu kommen Pflegesachleistungen. Diese beinhalten nicht die Anschaffung eines Großbildfernsehers, obwohl der Gedanke naheliegt. Die Beträge von bis zu 1.612 Euro im Monat dienen dazu, um etwa einen ambulanten Pflegedienst in Anspruch zu nehmen. Pflegebedürftige erhalten kein Bargeld, die Kosten werden von der Pflegeversicherung direkt mit dem jeweiligen Anbieter abgerechnet. Reichen die Pflegesachleistungen nicht aus, so lässt sich auch das Pflegegeld zur Begleichung einsetzen.

Nicht immer ist die kontinuierliche Pflege am Stück möglich. Das ist etwa der Fall, wenn Angehörige aus unterschiedlichen Gründen ausfallen. Dann greift mitunter die Tages- und Nachtpflege. Pflegebedürftige kommen kurzfristig in Einrichtungen unter, die Leistungen stellen die nahtlose Versorgung sicher. Für solche Situationen stehen von der Pflegekasse bis zu 1.612 Euro im Monat bereit. Darüber hinaus haben Pflegebedürftige auf Kurzzeitpflege in gleicher Höhe Anspruch. Bei dieser Variante steht die vorübergehende Versorgung in einer Pflegeeinrichtung im Fokus. Der Aufenthalt ist oft sinnvoll, um die professionelle Pflege unmittelbar nach einem Krankenhausaufenthalt sicherzustellen. Die Pflegeversicherung zahlt bis zu 28 Tage im Kalenderjahr.

Allen Pflegebedürftigen stehen unabhängig der Einstufung 125 Euro für Betreuungs- und Entlastungsangebote zu. Die Leistungen sind zur Förderung der Selbstständigkeit im Alltag gedacht, gleichzeitig sollen sie Angehörige entlasten. Mit dem Geld lassen sich etwa Pflegekräfte bezahlen, die nur stundenweise nach dem Rechten schauen. Selbst für Kurse, Veranstaltungen und Seminare kann es eingesetzt werden. Doch Vorsicht: Entlastungsleistungen stehen ausschließlich für Angebote zur Verfügung, die von der Pflegekasse anerkannt sind.

Weiterhin sind Pflegebedürftige und Angehörige auf eine ganze Reihe von Dingen angewiesen, ohne die die häusliche Pflege unmöglich wäre. Dazu zählen Desinfektionsmittel, Einweghandschuhe, Mundschütze, Bettauflagen und vieles andere mehr. Die Pflegeversicherung beteiligt sich an den Kosten. Während der Corona-Pandemie stehen pflegebedürftigen Menschen 60 Euro im Monat zur Verfügung. Es ist möglich, dass die Zuschüsse wieder auf 40 Euro angeglichen werden, sobald sich die Situation entspannt hat.

Auch für die Finanzierung von Umbaumaßnahmen ist gesorgt. Mitunter ist es für die häusliche Pflege erforderlich, dass ein barrierefreies Bad vorhanden ist. Ganz ohne Stolperfallen und Hindernisse fällt die Körperhygiene wesentlich leichter. Darüber hinaus lassen sich Pflegebedürftige viel einfacher baden, waschen und ankleiden. Die Pflegekasse unterstützt den Einbau mit bis zu 4.000 Euro. Wohnen mehrere Pflegebedürftige im selben Haushalt, können sich die Leistungen auf 12.000 Euro pro Jahr erhöhen.

Viele Kombinations-möglichkeiten machen den maßgeschneiderten Pflegebedarf möglich

Zahlreiche Leistungen lassen sich auch kombinieren, sodass bedarfsgerechte Pflegemodelle entstehen. Der Kostenabdeckung durch die Pflegeversicherung steht in vielen Situationen nichts im Weg. Abhängig von den gewählten Angeboten wird das Pflegegeld anteilig gekürzt. Selbst die teil- oder vollstationäre Unterbringung in einem Pflegeheim stellt in finanzieller Hinsicht kein großes Problem dar. Bewohner haben im Prinzip Anspruch auf fast alle Leistungen, die Pflegekasse rechnet sie jedoch direkt mit der Einrichtung ab.

Pflegegrad

4

MDK Gutachten:

12,5 - < 27 Punkte

Wer?

Personen mit leichten Beeinträchtigungen

Einmalige Leistungen

Monatliche Leistungen

Jährliche Leistungen

FAQ

WIR HABEN IHRE ANTWORTEN

Versicherte haben schwere körperliche und psychische Beeinträchtigungen, das selbstbestimmte und selbstständige Alltagsleben ist ohne Hilfe kaum möglich.
Wenn bei der Feststellung die Punktzahl zwischen 70 und 90 liegt.
Zum Teil ja. Dazu gehört das Pflegegeld. Es wird im vollen Umfang überwiesen, wenn der Pflegebedürftige häuslich versorgt wird und keine anderen Leistungen zu Abzügen führen.
Auch Menschen mit höheren Pflegegraden sind im gewohnten Umfeld bestens aufgehoben, sofern gewährleistet ist, dass die häusliche Pflege den Anforderungen entspricht.