Pflegegrad 5

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Pflegegrad 5: höchste Stufe, umfangreiche Leistungen

In Deutschland wird die Ausprägung von Pflegebedürftigkeit in Pflegegraden unterteilt. Es gibt insgesamt fünf Stufen. Je höher diese ausfällt, umso mehr Hilfe darf ein pflegebedürftiger Mensch erwarten. Pflegegrad 5 stellt die oberste Kategorie dar. Somit besteht auch ein umfassender Anspruch auf Leistungen.

Pflegegrad 5: Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit hohen Anforderungen an die pflegerische Versorgung

Menschen mit Pflegegrad 5 leiden an durch Krankheit oder Behinderung verursachten Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit. Im Gegensatz zu den niedrigeren Pflegegraden fallen die Defizite sehr umfassend aus. Viele Dinge können sie nicht mehr alleine bewältigen, sie sind auf die Hilfe anderer Personen angewiesen.

Pflegegrad 5 kann etwa bei ausgeprägten Begleit- und Folgeerscheinungen von Schlaganfällen, Nierenleiden, Krebserkrankungen oder auch von Multiple Sklerose zugesprochen werden. Bei Betroffenen ist die selbstständige Bewältigung des Alltags kaum oder gar nicht mehr möglich. Mitunter sind sie nicht in der Lage, die Körperhaltung eigenständig zu ändern oder Gespräche zu führen. In schweren Fällen sind sie auf die künstliche Beatmung angewiesen. Pflegebedürftige benötigen daher enorme Unterstützung. Das geschieht im Rahmen der häuslichen, voll- und teilstationären Pflege. In jedem Fall ist diese mit hohen Kosten verbunden, die die zahlreichen Leistungen der Pflegekasse weitgehend abdecken.

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Antragstellung und Ermittlung des Pflegegrads

Um einen Pflegegrad zu erhalten, müssen Versicherte oder deren Angehörige einen Antrag bei der Pflegekasse stellen, sie ist für alle Leistungen zuständig. Anschließend erfolgt der Besuch eines Gutachters. Er hat die Aufgabe, körperliche und psychische Beeinträchtigungen festzustellen. Bei gesetzlich Versicherten ist der medizinische Dienst der Krankenkassen zuständig (MD) und bei privat Versicherten eine ähnliche Stelle mit dem Namen MEDICPROOF. Anhand eines Modul- und Punktesystems wird ermittelt, inwieweit die Selbstständigkeit eingeschränkt ist. Je gravierender die Symptome ausfallen, umso mehr Punkte kommen zusammen. Die Voraussetzung für Pflegegrad 5 besteht dann, wenn die Punktzahl zwischen 90 und 100 liegt.

Pflegetagebuch führen

Von der Pflegestufe hängt ab, welche und wie viele Leistungen dem Antragssteller zustehen. Je geringer die Stufe, umso schmaler fallen die Zuwendungen aus. Pflegebedürftige und Angehörige sollten dem Feststellungstermin gelassen entgegensehen, es kann jedoch nicht schaden, sich gut darauf vorzubereiten. Dazu eignet sich das Führen eines Pflegetagebuchs. In diesem sollten alle Aufgaben und zeitlichen Abläufe bei der häuslichen Pflege enthalten sein. Das Protokoll hat zwar keinen Einfluss auf die Bewertung, dem Gutachter fällt es jedoch leichter, sich ein genaues Bild über die Pflegesituation zu machen. Außerdem bietet es Rückhalt bei etwaigen Widersprüchen.

Pflegegrad 5: Geld und Leistungen in der häuslichen Pflege

Selbst wenn Pflegebedürftige schwer erkrankt und ans Bett gebunden sind, so haben sie im Rahmen der häuslichen Pflege die völlige Entscheidungsfreiheit, wie und von wem sie versorgt werden. Die anfallenden Aufgaben würden nahe Angehörige meist auch umsonst übernehmen, doch allen Menschen mit Pflegegrad 5 stehen im Monat 901 Euro Pflegegeld zu. Die Leistungen sind dafür gedacht, die Mehrkosten im Haushalt auszugleichen. Sie lassen sich auch einsetzen, um die Hilfe von Angehörigen, Freunden und ehrenamtlich tätigen Personen zu honorieren. Pflegebedürftige können über die Zahlungen frei verfügen. Sie werden meist als finanzielle Anerkennung an die Pflegepersonen weitergegeben.

Ergänzt ein ambulanter Pflegedienst die häusliche Versorgung, so sind Pflegesachleistungen in Höhe von 1.995 Euro pro Monat abrufbar. Die Beträge stehen nur auf dem Papier, Bargeld halten Pflegebedürftige nicht in Händen. Die Leistungen rechnet die Pflegekasse direkt mit dem jeweiligen Anbieter ab. Reichen die monatlichen Beträge nicht aus, so ist auch die Kombination aus Pflegegeld und Pflegesachleistungen möglich.

Lässt sich die Pflege nicht 24 Stunden am Stück einrichten, kann sich die Tages- und Nachtpflege um die Versorgung kümmern. Die Angebote stabilisieren die häusliche Pflegesituation. Durch diese Option lässt sich der Umzug in eine Pflegeeinrichtung mitunter vermeiden. Für diesen Zweck stehen Pflegebedürftigen Leistungen in Höhe von 1.995 Euro pro Monat zur Verfügung. Weiterhin haben sie Anspruch auf Kurzzeitpflege. Sie springt ein, wenn etwa nach einem Krankenhausaufenthalt die professionelle Versorgung in einer Pflegeeinrichtung unumgänglich ist. Die Pflegekasse zahlt maximal 1.612 Euro für bis zu 28 Tage im Kalenderjahr.

Werden Menschen zu Hause gepflegt, stehen ihnen Betreuungs- und Entlastungsleistungen in Höhe von 125 Euro im Monat zu. Die Bezeichnung führt darauf zurück, dass die Beträge nahestehende Pflegepersonen entlasten sollen. Darüber hinaus sind sie zur Förderung der Selbstständigkeit im Alltag gedacht. Mit dem Geld lassen sich beispielsweise kurzfristig einspringende Pflegekräfte oder seniorengerechte Veranstaltungen bezahlen. Es ist jedoch darauf zu achten, dass sie nur zum Einsatz kommen, wenn Anbieter und deren Angebote von der Pflegekasse anerkannt sind.

Pflegebedürftige Menschen und Angehörige sind auf zahlreiche Dinge angewiesen, ohne die die häusliche Pflege kaum möglich wäre. Dazu gehören etwa Desinfektionsmittel, Einweghandschuhe, Bettauflagen und vieles andere mehr. Die Pflegekasse beteiligt sich an den Kosten mit einem Betrag in Höhe von 60 Euro im Monat.

Selbst für notwendige Umbaumaßnahmen gibt es Zuschüsse von der Pflegeversicherung. Ist etwa das Bad nicht barrierefrei, winken Fördermittel von maximal 4.000 Euro. Wohnen mehrere Pflegebedürftige im selben Haushalt, können sich die Leistungen auf bis zu 12.000 Euro pro Jahr erhöhen.

Pflegegrad 5: viele Leistungen lassen sich zusammenführen

Pflegebedürftige können Leistungen auch miteinander kombinieren, um eine bedarfsgerechte Kostendeckung zu erzielen. Das Pflegegeld wird abhängig der gewählten Angebote anteilig gekürzt. Bei der vollstationären Unterbringung in einem Pflegeheim sieht die Sache ähnlich aus. Bewohner haben prinzipiell Anspruch auf Leistungen, die Pflegekasse rechnet sie jedoch direkt mit der Einrichtung ab.

Wie viel übrig bleibt oder ob Pflegebedürftige einen finanziellen Beitrag zum Aufenthalt leisten müssen, orientiert sich an zahlreichen Faktoren. In jedem Fall übernimmt die Pflegekasse einen großen Teil, sodass der Eigenanteil verhältnismäßig gering ausfällt.

Pflegegrad

5

MDK Gutachten:

90 - < 100 Punkte

Wer?

Personen mit einer sehr starken Beeinträchtigungen

Einmalige Leistungen

Monatliche Leistungen

Jährliche Leistungen

FAQ

WIR HABEN IHRE ANTWORTEN

Versicherte haben schwerste körperliche und psychische Beeinträchtigungen, worunter das selbstbestimmte und selbstständige Alltagsleben im hohen Maße leidet.
Wenn bei der Feststellung die Punktzahl zwischen 90 und 100 liegt.
Das Pflegegeld geht bei der häuslichen Pflege auf das Konto, andere Leistungen rechnet die Pflegekasse mit den Anbietern ab.
Das lässt sich nur schwer verallgemeinern. Neben den Zuschüssen für die vollstationäre Pflege müssen Bewohner oft auch einen Eigenanteil zahlen. Wie hoch dieser ausfällt, ist von einigen Faktoren abhängig. Zahlreiche Leistungen fließen jedoch in die Aufwendungen ein.