Pflegegrad 2

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Pflegegrad 2: Finanzieller Ausgleich für Pflegebedürftige mit geringen Einschränkungen

Ob im Alter oder nach schwerer Krankheit: Für viele Menschen stellen die Lebensumstände eine echte Herausforderung dar. Besonders wenn sie ihre Selbstständigkeit verlieren und auf Hilfe angewiesen sind, benötigen sie mehr Unterstützung im Alltag als zuvor. Um in solchen Fällen auch finanziell abgesichert zu sein, gibt es die Pflegekasse. Gesetzlich und privat Versicherte haben mitunter Anspruch auf einen Pflegegrad. In Deutschland gibt es fünf Klassen. Je höher die Stufe ausfällt, umso umfangreichere Mittel stehen zur Verfügung. Pflegegrad 2 stellt die zweitniedrigste Kategorie dar, ab der sich jedoch viele Geld- und Sachleistungen abrufen lassen.

Der Antrag ist schnell eingereicht

Wer Pflegegrad 2 hat, der muss aufgrund von gesundheitlichen Problemen mit Beeinträchtigungen im Alltag leben. Das spiegelt sich in der eingeschränkten Selbstständigkeit wider, die im Gegensatz zu gesunden Menschen das Nachsehen hat. Der erste Schritt besteht darin, einen Antrag zu stellen. Das geschieht wahlweise bei der Pflegeversicherung oder bei der Krankenkasse. Beide Stellen stehen in enger Verbindung, Vordrucke, die sich postalisch oder über das Internet einreichen lassen, gelangen automatisch zum passenden Ansprechpartner. Oft reicht sogar eine formlose Mitteilung über das Telefon aus. Auch Angehörige dürfen im Namen von pflegebedürftigen Personen Anträge stellen und einreichen.

Feststellung der Pflegebedürftigkeit

Im Anschluss wird die Pflegebedürftigkeit von einem Gutachter festgestellt. Bei gesetzlich Versicherten ist der medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) zuständig, bei privat Versicherten eine vergleichbare Instanz mit dem Namen MEDICPROOF. Die Begutachtung erfolgt in der Regel zu Hause im gewohnten Umfeld. Auch Bewertungen im Eilverfahren sind in Ausnahmefällen möglich. Dabei wird nach Aktenlage über einen vorläufigen Pflegegrad entschieden. Möglich ist das etwa, wenn sich der Antragsteller zum anvisierten Termin im Krankenhaus befindet. Nach der Entlassung steht jedoch eine persönliche Beurteilung der Pflegebedürftigkeit an.

Ein Gutachter, wobei es sich um einen weiblichen oder männlichen Sachverständigen handelt, ermittelt anhand von Modulen und einem Punktesystem, wie es um die geistige Verfassung und um die Alltagseinschränkungen steht. Eine medizinische Untersuchung wie beim Arzt haben Antragssteller nicht zu erwarten. Die Bewertung umfasst lediglich eine ganze Reihe von Fragen und kleineren Tests. Diese geben Aufschluss darüber, ob Defizite in Sachen Koordination, Motorik und körperlicher Leistungsfähigkeit bestehen. Mithilfe der Kriterien wird eingeschätzt, inwieweit die Selbstständigkeit beeinträchtigt ist. Liegt nach Abschluss die Punktzahl zwischen 27 und 47,5, so ist die Voraussetzung für den Pflegegrad 2 gegeben.

Anträge speziell für den Pflegegrad 2 gibt es nicht. Das liegt auf der Hand, denn der Pflegegrad steht vor der Einreichung noch nicht fest. Die Einstufung erfolgt ausschließlich im Rahmen der Beurteilung. Das Ergebnis entscheidet, ob vielleicht auch ein höherer, geringerer oder gar kein Pflegegrad vorliegt.

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PFLEGEGRAD 2: mehr Leistungen als in der darunterliegenden Stufe

Der Pflegegrad 2 hat einen ganz besonderen Stellenwert. Ab dieser Stufe lässt sich nämlich das volle Programm an Leistungen abrufen – beim Pflegegrad 1 ist das nicht der Fall. Empfänger erhalten Pflegegeld sowie technische und zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel. Zudem lassen sich Kurzzeit-, Verhinderungspflege und wohnumfeldverbessernde Maßnahmen in Anspruch nehmen.

Den finanziellen Grundstein bildet das weithin bekannte Pflegegeld. Es dient dazu, die mit einer Pflegebedürftigkeit verbundenen Mehrausgaben im Haushalt abzumildern. Menschen mit Pflegegrad 2 stehen monatlich 318 Euro zu. Hinzu kommt Geld für Pflegesachleistungen in Höhe von 689 Euro. Dieses wird zur Begleichung der ambulanten Pflege verwendet, sofern diese benötigt wird. Pflegebedürftige halten von den Beträgen jedoch keinen Cent in Händen, denn die Kosten rechnen Pflegedienste direkt mit den Kassen ab.

Entlastungsleistungen von 125 Euro pro Monat stehen allen Pflegebedürftigen zu – unabhängig des Pflegegrads. Diese zweckgebundenen Beträge sind zur Finanzierung von Betreuungsangeboten gedacht. Es lässt sich beispielsweise eine kurzfristige Pflegekraft oder eine für Senioren geeignete Gruppenveranstaltung damit bezahlen. Wer diese Hilfen in Anspruch nimmt, muss jedoch darauf achten, dass es sich um Anbieter handelt, die von der Pflegeversicherung anerkannt sind.

Weiterhin haben pflegebedürftige Menschen Anrecht auf Pflegehilfsmittel, zu denen Produkte gehören, die bei der häuslichen Pflege unentbehrlich sind. Um Einweghandschuhe, Desinfektionsmittel, Bettschutzauflagen und Co einzukaufen, stehen allen Pflegebedürftigen unabhängig des Pflegegrads 60 Euro im Monat zur Verfügung. Die benötigten Artikel müssen jedoch im Pflegehilfsmittelverzeichnis der Pflegeversicherung gelistet sein. Kranke und ältere Menschen brauchen einen intensiven Schutz vor dem Corona-Virus. Schon bevor Impfstoffe erhältlich waren, hat der Gesetzgeber reagiert. Die Zuschüsse wurden um 20 Euro angehoben. Die Regelung bleibt vorerst in Kraft, entspannt sich die Situation, ist jedoch mit einer Anpassung zu rechnen.

Hinzu kommen Leistungen für Wohnraumanpassungen. Oft ist es erforderlich, ein barrierefreies Bad einzubauen, dass mit Rollstuhl oder Rollator leicht zugänglich ist. Die Pflegeversicherung bezuschusst notwendige Umbaumaßnahmen mit bis zu 4.000 Euro pro Jahr. Leben mehrere pflegebedürftige Personen in einem Haushalt, erhöhen sich die Leistungen auf maximal 12.000 Euro. Auch die Kostenbeteiligung bei einem Umzug in eine Pflege-Wohngemeinschaft ist möglich. Dann winken bis zu 2.500 Euro.

Last but not least lassen sich ab Pflegestufe 2 auch Leistungen für die Kurzzeit- und Verhinderungspflege abrufen. Sie springen ein, wenn Angehörige aus unterschiedlichen Gründen ausfallen und sich niemand um Pflegebedürftige kümmern kann. Zwischen den beiden Varianten gibt es Unterschiede, doch im Wesentlichen läuft es darauf hinaus, dass andere die häusliche oder stationäre Pflege übernehmen. Die dadurch entstehenden Ausgaben lassen sich durch die Leistungen begleichen. Pflegegeld wird in dieser Zeit bis zu vier Wochen in halber Höhe gezahlt.

Grob betrachtet kommt die Verhinderungspflege dann zum Einsatz, wenn Angehörige im Rahmen der häuslichen Pflege ausfallen und der Pflegebedürftige im gewohnten Umfeld betreut wird. Die Kurzzeitpflege greift, wenn eine stationäre Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung erforderlich ist. Die Betreuung kann über Wochen, Tage oder auch stundenweise erfolgen, jedoch nur bis zu einer Gesamtdauer von sechs Wochen pro Kalenderjahr. Bei externen Anbietern lässt sich die Verhinderungspflege bis zum Höchstbetrag von 1.612 Euro ausschöpfen.

Pflegegrad

2

MDK Gutachten:

27 - < 47,5 Punkte

Wer?

Personen mit erheblichen Beeinträchtigungen

Einmalige Leistungen

Monatliche Leistungen

Jährliche Leistungen

FAQ

WIR HABEN IHRE ANTWORTEN

2017 gab es eine Gesundheitsreform, in deren Rahmen die Pflegeleistungen umstrukturiert wurden. Seitdem werden Pflegestufen als Pflegegrade bezeichnet.

Liegt bei der Bewertung die Punktzahl zwischen 27 und 47,5, so besteht Anspruch auf Pflegegrad 2.

Es besteht Anspruch auf Pflegegeld, Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, technische Pflegehilfsmittel, Entlastungsleistungen, Kurzzeit- und Verhinderungspflege. Hinzu kommen Leistungen für Wohnraumanpassungen oder für den Umzug in eine Pflege-WG.

Viele Leistungen werden mit den Anbietern abgerechnet. Bei der Pflege durch Angehörige überweist die Pflegekasse Beträge auch auf das Konto.