Pflegekasse

Pflegegeld: finanzieller Ausgleich im Rahmen der häuslichen Pflege

Seit dem 20. Jahrhundert ist die Lebenserwartung stark gestiegen. Die Anzahl der Pflegebedürftigen sowie die Dauer der Pflegebedürftigkeit haben sich erhöht. In Deutschland sind etwa drei Millionen Menschen auf die häusliche oder stationäre Versorgung angewiesen. Die Pflegekassen dienen zur Risikoabsicherung. Sie übernehmen einen Großteil der Kosten, vor allem die reibungslose Grundpflege steht im Fokus. Zu den Aufgaben gehören:

Pflegekasse: finanzieller Rückhalt für Pflegebedürftige und Angehörige

Die Versorgung übernehmen meist die Angehörigen oder ehrenamtlich tätige Personen, häufig wird sie durch ambulante Pflegedienste ergänzt. Die Pflege ist immer mit höheren Ausgaben verbunden, da Hilfs- und Verbrauchsmittel angeschafft werden müssen – mitunter sind sogar Umbaumaßnahmen unumgänglich. Ein Großteil der Kosten übernimmt die Pflegekasse. Personen mit Pflegegrad haben Anspruch auf zahlreiche Leistungen.

Pflegekasse: umfassende Unterstützung zur maßgeschneiderten Versorgung

Die Pflegeversicherungen sind den Krankenkassen sowie der Bundesknappschaft angeschlossen. Sie verwalten die Gelder der Versicherten. Außerdem sind sie für Geld- und Sachleistungen zuständig, die Pflegebedürftigen je nach Einstufung zustehen. Sie stellen sicher, dass die lückenlose Versorgung gewährleistet ist – unabhängig davon, ob ein Mensch häuslich oder stationär gepflegt wird. Weiterhin haben sie die Aufgabe zu beraten und Versicherte über Leistungen zu informieren. Sie sind ebenso bei präventiven Maßnahmen der richtige Ansprechpartner. Entspricht das Wohnumfeld nicht den Pflegeanforderungen, so kann die Pflegekasse beispielsweise ein barrierefreies Bad teilweise oder komplett finanzieren.

Pflegekassen ziehen mit Krankenversicherungen an einem Strang

Wer von den Leistungen profitieren möchte, der benötigt einen der fünf Pflegegrade. Dieser ist wahlweise bei der Kranken- oder direkt bei der Pflegekasse zu beantragen. Beide Stellen arbeiten eng zusammen, sodass es keine Rolle spielt, an wen sich Pflegebedürftige und Angehörige wenden. Im nächsten Schritt wird die Pflegebedürftigkeit von einem Gutachter überprüft. Fallen die Einschränkungen gering aus, so wird dem Antragsteller oft ein niedriger Pflegegrad zugesprochen. Ist der selbstbestimmte Alltag kaum oder gar nicht mehr möglich, erfolgt eine höhere Einstufung.

Pflegekassen ziehen mit Krankenversicherungen an einem Strang

Wer in Deutschland gesetzlich oder privat krankenversichert ist, dem steht bei Pflegebedürftigkeit die Unterstützung der Pflegeversicherung zu – darauf ist Verlass. Sie ist zur Stelle, damit Angehörige und Bedürftige die Hilfe erhalten, die sie benötigen. Die abrufbaren Leistungen sind vielschichtig. Diese lassen sich mitunter kombinieren, um eine möglichst hohe Kostenabdeckung zu erzielen. Die Pflegekasse ist etwa für die Auszahlung des weithin bekannten Pflegegelds zuständig. Es gleicht die mit der Pflege verbundenen Mehrkosten im Haushalt aus. Wie hoch die monatlichen Beträge ausfallen, ist vom jeweiligen Pflegegrad abhängig. Auch die Auszahlung von Pflegehilfsmittelbeträgen gehört zum Programm. Derzeit stehen pflegebedürftigen Personen 60 Euro im Monat zu, um den Bedarf an Verbrauchsmaterialien wie Desinfektionsmitteln, Bettauflagen, Einweghandschuhen und Co abzudecken.

Unterstützung gibts häufig erst ab Pflegegrad 2. Zahlreiche Angebote wie ambulante Pflegedienste oder Pflegeeinrichtungen rechnen die Pflegekassen direkt mit dem jeweiligen Anbieter ab. Im Rahmen der häuslichen Pflege erhalten Empfänger aber auch Geldbeträge. Ein Beispiel stellt das Pflegegeld dar. Sofern Pflegebedürftige keine anderen Leistungen in Anspruch nehmen, bekommen sie die Zahlungen in voller Höhe überwiesen.